Bali – zweites Zuhause

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Wir sind nun bereits mehr als einen Monat auf Bali und immer noch schwer beeindruckt von der kulturellen und landschaftlichen Vielfalt dieser doch eher kleinen Insel. Wir schätzen und lieben es hier zu sein.

Als wir von den Gilis zurückkamen, verbrachten wir etwa eine Woche in unserem zweiten Zuhause – der Ngeluwungan Boutique Villa in Canggu. Die Mitarbeitenden machen diese kleine Villa zu einem perfekten Ort. Sie sind für uns zu Freunden geworden. Der Besitzer Chris, ein Australier, strotzt nur vor Ideen und Tatendrang und so konnten wir ihn schnell davon überzeugen, etwas mehr in Online Marketing und somit in uns zu investieren. So halfen wir ihm die nächsten Tage seine Website zu überarbeiten und Google Adwords Kampagnen zu starten – dafür gabs natürlich sehr gute Rabatte bei den Übernachtungen. ;) Da sich das Wetter zu dieser Zeit etwa eine Woche lang von seiner regnerischen Seite zeigte, war uns etwas Arbeit ganz recht. Einen Ausflug in den Norden zu einem versteckten Waterfall und dem Wassertempel Puar Ulun Danu Bratan liessen wir uns aber nicht nehmen. Glücklicherweise lernt man auf diesen Reisen auch immer tolle Leute kennen, und so verbrachten wir ein tolle Zeit mit unseren neuen Freunden aus Vorarlberg mit Gesprächen die die Welt bewegen, Spieleabenden oder einem Ausflug zum naheliegenden Tannah Lot Tempel.

waterfall

 

reisterassen

Während den Regentagen hatten wir auch genügend Zeit, unsere nächsten Etappen zu planen. Wir wollten nochmals nach Amed tauchen gehen, da wir den Advanced-Kurs letztes Mal nicht abgeschlossen hatten und wir dies unbedingt mit unserer Tauchlehrerin Yvonne machen wollten. Als Zwischenstopp von Canggu nach Amed eignete sich Ubud perfekt. Ubud liegt im Landesinneren und wird als die kulturelle Hochburg Balis beschrieben.

Reinigungszeremonie beim Muttertempel

Reinigungszeremonie beim Muttertempel aller balinesischen Tempel, dem Pura Besakih

 

Hot Spring

Rituelle Reinigungszeremonie im Tirta Empul Holy Spring Tempel

Ubud ist ausserdem auch für seine luxuriösen Spas bekannt. Kurz unser Budget gecheckt, das perfekte Hotel im Internet gesucht und los gings am nächsten Tag. Unser Freund und Fahrer Gede brachte uns zum Kayon Resort ind Ubud. Da diese Anlage erst kürzlich eröffnete wollten wir Gede das Hotel und unser Zimmer zeigen, damit er ein paar Fotos davon machen konnte. Jasmine packte kurz eine Story für den Manager des Hotels aus:  Und zwar wurden wir von Freunden, welche ein Hotel in Canggu besitzen, geschickt, um uns Hotels in Ubud anzusehen. Diese Hotels würden dann deren Gästen in Canggu weiterempfohlen. Ich kenne ja Jasmine’s Verkaufsgeschick, aber Gede war sichtlich beeindruckt :)

Uns dreien wurde dann der Welcome-Drink serviert, während der Manager uns eincheckte. Wir hatten aber bereits beim ersten Gespräch bemerkt, dass der Manager unsere Buchung nicht auf anhieb finden konnte. Er liess sich aber natürlich nicht viel anmerken – schliesslich waren wir in einem 5 Sterne Hotel. Nachdem wir unseren Drink zu uns genommen hatten, kam eine Angestellte und teilte uns mit unser Zimmer wäre fertig, aber sie hätten eine zusätzliche Überraschung für uns. Und JA, was für eine Überraschung! Aufgrund des Problems mit der Reservierung und durch Jasmine’s Story erhielten wir ein gratis Upgrade für die private Pool Villa. Als wir dann die Führung durch unsere Villa bekamen, war nicht nur Gede sprachlos. :) Ein paar Fotos später, verabschiedete er sich und wir fingen an uns wie Könige verwöhnen zu lassen.

Die Villa lag am Hang oberhalb eines Baches mitten im Dschungel. Wir sind ja sonst eher bescheidene Reisende, aber es fühlte sich doch einmal gut an, all den Luxus zu haben. So hatten wir einen 24h Butler-Service, Kuchen und Tee Nachmittags auf unserer Terrasse und zweimal am Tag Zimmerservice.  Der zweite Zimmerservice am Tag wurde immer etwa um sechs Uhr Abends gemacht und beinhaltete die Poolbeleuchtung einzuschalten, Zimmer Cleaning, Moskitonetz zu entfalten und die Bettdecke an den Ecken zurück zu ziehen, damit wir einfacher unter die Bettdecke kamen. :) Wie gesagt Luxus pur. Hier nun noch ein paar Eindrucke und der Link zum Hotel, falls jemand ein wirklich tolles Hotel in Ubud sucht. The Kayon Ubud . Am Besten per eMail anfragen, erhöht die Chancen auf ein Upgrade ;)

ubud_pool_djunge bad jasmine_pool lunch_djungel hauptpool ubud_wasserfall_sitzflaeche

Nach drei Tagen Luxus ging es weiter nach Amed. Um unserem Budget wieder etwas Luft zu geben, stand wieder Handeln auf dem Plan und so fanden wir nach kurzer Zeit ein ordentliches Zimmer für die Hälfte des normalen Preises. Einer der Vorteile der Nebensaison. Ich war leider immer noch etwas angeschlagen von meiner Erkältung und musste so den ersten Tag Tauchen aussetzen. Jasmine absolvierte gleich zwei Fun-Dives (Tieftauchgang auf 30 Meter und Coral-Garden). Am nächsten Tag ging es mir besser und wir beschlossen die drei nötigen Tauchgänge für unseren Advanced Diver anzugehen. Am frühen Morgen absolvierten wir den Navigationstauchgang, indem es um Kompassnavigation unter Wasser ging. War alles kein Problem, und so hatten wir auch noch etwas Zeit die unzähligen Fische zu beobachten. Der zweite Tauchgang war Strömungstauchen. Wer schonmal getaucht ist, weiss das Strömungen schnell relativ unangenehm werden können. Wir hatten ja bereis bei unserem Open Water Kurs beim Wrack tauchen mit einer starken Gegenströmung zu kämpfen. Wenn man Glück hat, kann man sich bei diesem Lerntauchgang mit einer kleinen Strömung die Bucht entlang treiben lassen. Wir haben unser Glück aber bereits für das gratis Upgrade in Ubud aufgebraucht und so hatten wir bereits beim Einstieg ins Wasser mit einer sehr starken Oberflächenströmung zu kämpfen. Nach einem 5 minütigen Kampf an der Oberfläche, tauchten wir runter auf ca. 3Meter, um uns zuerst einmal zu erholen. Normalerweise geht der Strömungstauchgang so, dass man sich einfach mit der Strömung mittreiben lässt, um dann etwa 100 Meter später einfach aus dem Wasser auszusteigen. Unsere Strömung kam von allen Seiten und bescherte uns einen ziemlich frustrierten Tauchgang.

Die Stärke der Strömung lässt sich immer ziemlich gut an den Garden Eels (Röhrenaale) unter Wasser ablesen. Röhrenaale stecken senkrecht im Sand und verhalten sich je nach Strömungsstärke anders: Bei geringer Strömung bewegen sie sich langsam hin und her. Bei stärkerer Strömung stehen sie gerade im Wasser mit dem Kopf gegen die Strömung. Bei uns hatten sie die Form eines Fragezeichens, da sie sich mit aller Gewalt gegen die Strömung richten mussten und dabei schwer zu kämpfen hatten. Wir glaubten sogar in den Augen der Aale , ein bisschen Panik zu sehen wegen der starken Strömung. Auf jeden Fall hatten sie auch nicht den einfachsten Tag und so war geteiltes Leid nur halbes Leid :)

Strömungstauchen auch abgeschlossen, blieb nur noch der Nachttauchgang übrig. Wir wussten nicht was uns hier wirklich erwartete und so gingen wir mit gemischten Gefühlen ins Wasser und kamen nach ca. 50 Minuten mit den gleichen Gefühlen wieder aus dem Wasser. Einerseits fasziniert von den nachtaktiven Fischen, Krabben und Schnecken andererseits war es wie Skifahren im Nebel. Oben und unten verschwimmt irgendwie und lässt einem das Gefühl von Gleichgewichtsstörung zurück. Aber egal. Yes, we did it! Wir haben unseren Advanced Dive Kurs abgeschlossen! Um den Erfolg zu feiern machten wir am nächsten Tag gleich nochmals zwei Fun-Tauchgängen und die fühlten sich so als Advanced Diver schon einiges routinierter an.

Nach unserem Kurs haben wir drei Tage die Touristenhochburg Legian inklusive Beach Club in Seminyak besucht und sind nun wieder im schönen Changgu angekommen und geniessen das tolle Wetter.

Sampai jumpa

pooltime

back_canggu

jasmine_sunset