Halbzeit in T-hailand

Posted by in Thailand

Hallo zusammen. Ja, wir leben noch ;) Entschuldigt, dass wir uns über diesen Kanal schon lange nicht mehr gemeldet haben. Nachdem wir nun mehrfach über Whatsapp aufgefordert wurden, doch wieder einmal etwas zu schreiben, überkam uns unser schlechtes Gewissen endgültig :)

Eigentlich war unser Plan, einen zweiten Blogpost über Laos zu schreiben. Leider ging es mir (René) nach dem letzten Blogpost in Luang Prabang nicht besonders gut. Dadurch konnten wir nicht all zu viel unternehmen. Wir hatten dafür aber umso mehr Zeit, uns Gedanken zu machen , wo unser nächster Stopp sein soll. Unser Plan war mit dem Slowboat 2 Tage flussaufwärts bis zur thailändischen Grenze zu fahren und von dort mit dem Bus weiter nach Chiang Rai. Einziges Problem war, dass wir auf dem Landweg nur ein 15-Tage-Visum für Thailand erhalten würden und wir vor hatten, etwas länger in Thailand zu bleiben. Da unsere Freunde zur gleichen Zeit abreisten, entschlossen wir uns, einen günstigen Flug zu suchen und von Luang Prabang über Bangkok nach Ko Samui zu fliegen. So flogen wir frühmorgens von Luang Prabang über Nordthailand nach Bangkok. 4 Stunden Aufenthalt am Flughafen. Die letzten Tage steckten uns noch etwas in den Knochen und so schliefen wir über mehrere Sitzflächen liegend, und umgeben von partywütigen Israelis am Gate, wartend auf das Boarding. Dann ging es mit Bangkok Airways endlich weiter. 1 Stunde Flugzeit später landeten wir sicher auf der Insel und wurden von einer Art grossen Golf-Wagen auf dem Rollfeld abgeholt. Eigentlich sehen Flughäfen weltweit in etwa gleich aus. Klar unterscheiden Sie sich stark in der Grösse. Beispielsweise hatte der Flughafen in Dong-Hoi, Vietnam, sagenhafte zwei Flüge pro Tag zu verzeichnen, aber in der Form bestehen Sie aus Zement, langgezogenen Hallen und Fluren. sowie Klimaanlagen und die flach-fahrenden Rolltreppen. Nicht so Ko Samui. Schon die Fahrt zur Baggage-Claim Halle erinnerte an eine Fahrt über einen Golfplatz. Übers Green vorbei an den Bunkern  erreichten wir die schöne Ankunftshalle. Keine Polizei, keine nervigen Ansagen und keine Zement-Wände, also eigentlich gar keine Wände. Auf der Toilette konnte man sogar den Fischen im Aquarium zu schauen, wie die ihre Runden drehten.

Als wir dann Abends todmüde in Bophut (Fisherman Village) ankamen, begrüsste uns Dave, unser englischer Gastgeber, herzlich und teilte uns gerade mit das heute Freitag- Abend immer Markt rund um die Unterkunft wäre und Musik bis ca. 01:00 gespielt werden würde. Bemüht lächelnd zu nicken, dachten wir uns , dass wir schon wieder kein Glück mit der Musik haben. Die letzten 2 1/2 Monate zurückdenkend, komme ich auf etwa 2 der ca. 20 Unterkünften, in der wir NIE morgens oder abends von Techno-Sound beschallt wurden. Wir versuchten ja stets Unterkünfte ausserhalb der Partyzonen zu buchen, aber zum Beispiel selbst 30 Kilometer ausserhalb von der buddhistischen Hochburg Luang Prabang irgendwo im Dschungel, haben die Einheimischen morgens um acht die Karaoke Maschine angeschmissen. Ich erinnere mich auch an die vietnamesische Geburtstagsparty in unserem Hotel in Mui Ne, wo die Geburtstagsgesellschaft DJ-Pult, Subwoofer, Boxen und Mikrofon selbst mitbrachten, oder der Panda der stundenlang zu Techno-Sound tanzend beim Kinder-Bekleidungsgeschäft in Saigon für Stimmung sorgte. Ich könnte hier noch unzählige weitere Beispiele nennen, aber ich glaube ich habe unseren Standpunkt, bezüglich Unterkunft und Musik klar gemacht. ;) Im Nachhinein, erinnern wir uns gerne mit einem Schmunzeln daran, aber im ersten Moment, bei totaler Erschöpfung ist es meist einfach nur anstrengend. Nachdem wir also ein paar Stunden den Pop-,Rock-, Western-Country Songs einiger verborgener Talenten auf der Bühne zugehört haben, nickten wir glücklicherweise trotz weiterer Beschallung ein.

Die nächsten Tage mieteten wir ein Moped und erkundeten die Strände. Den zweitletzten Tag verbrachten wir auf dem Moped suchend nach einer neuen Unterkunft. Wir hatten im Voraus bereits ein paar rausgesucht und fündig wurden wir bei der Baan Talay Pool Villa. Etwas erhöht und abgelegen – trotzdem wieder mit Technosound ;) – liessen wir uns eine Villa zeigen. Jede Villa besteht aus einer Küche, Wohnzimmer, 2 Bäder, Schlafzimmer und jetzt kommt’s: einer Terasse mit eigenem kleinem Pool. Wir haben noch etwas beim Preis verhandelt und zahlten schlussendlich CHF 62.- pro Nacht. Es war die beste Unterkunft für Ko Samui. Tagsüber unterwegs mit dem Moped und Abends entspannt an unserem Pool den Tag ausklingen lassen.

pool

Auf einen unseren Ausflüge möchten wir noch speziell eingehen. Wir wollten ursprünglich die Insel umrunden, dass ist gut in 2 Stunden bei Tempo 50 machtbar. Jasmine lotste uns im Süden der Insel auf die äusserste Spitze hinaus, da wir unbedingt die Strände dort anschauen wollten. Wir wollten es so handhaben wie immer: Ein Hotelschild auswählen, der Wegbeschreibung folgen und dann durch das Hotel zum Strand laufen. Nach kurzer Fahrt, entschieden wir uns für das Hotelschild Conrad. Wir kannten das Hotel nicht, aber das Schild war schön gross und mit Distanzangabe alle paar Hundertmeter angebracht. Nachdem wir ein paar Kilometer einem kleinen Strässchen gefolgt waren, kamen wir an einen Sicherheitsposten. Der junge Mann bat uns anzuhalten und sprach dann auf thailändisch etwas in sein WokiToki. Nicht sicher, wo wir waren und ob es für uns überhaupt weiter gehen würde, warteten wir einfach mal ab. Was hier übrigens meist eine gute Taktik ist. 2 Minuten später, winkte er uns durch und wir fuhren weiter. Plötzlich ging es steil, wirklich steil bergauf. Unser Scooter schaffte es mit uns zwei mit etwa 15km/h den steilen und kurvigen Weg hinauf. Oben angekommen, wurde uns bewusst, dass wir in einem, sagen wir mal, nicht allzu günstigen Hotel gelandet sind. Die Aussicht war einfach nur bombastisch. Seht selbst:

Conrad

Conrad

Jasmine, wie man sie natürlich kennt, ging schnurstracks zur Rezeption und sagte, dass wir gerne Pool und Bar Bereich nutzen würden. Ich dachte mir nur – die lassen doch nicht zwei verschwitze, billige Shirts tragende “Schnufer” in so eine exklusive Anlage. Zu meinem erstaunen kostete uns der Eintritt dann nur 300 Baht pro Person (ca. 8 Franken). Wir dachten uns nur “pff” mit dem momentanen Frankenkurs, bezahlen wir das locker. Also kamen wir den Tag darauf morgens zurück zum Conrad und genossen einen Tag lang Luxus pur zum Schnäppchenpreis.

Infinity Pool

Infinity Pool

Traumhaft

Traumhaft

Nach etwa einer Woche Ko Samui nahmen wir dann die Fähre weiter nach Ko Phangan. Unser Hotel lag am Traumstrand Leela Beach.

Leela Beach

Leela Beach

Sunset Leela Beach

Sunset Leela Beach

Leider bekam Jasmine plötzlich Probleme mit der Verdauung und so unternahmen wir nicht viel auf Ko Phangan.

Nachdem es einige Tage und x-Kohletabletten später nicht besser wurde, entschlossen wir uns zurück nach Ko Samui zu fahren und einen Arzt aufzusuchen. Schneller und freundlicher als in jedem Zürcher Spital, verliessen wir das Bangkok Hospital Samui 2 Stunden später mit Antibiotika und der Diagnose Darm-Infekt.

Schönes Spital

Schönes Spital

bangkok_hospital_selfie

Glücklicherweise ging es ihr in den darauffolgenden Tagen immer besser und so machten wir uns wieder daran die nächsten Schritte zu planen. Wir dachten zuerst an Thailands Westküste, stellten aber fest, dass aufgrund des Chinesischen Neujahrs die Flüge anschliessend nach Bali in den nächsten Wochen zu teuer für uns werden würden. Kurz bei Singapur Airline Gabelflüge gecheckt und mit Ko Samui – Singapur- Bali / Bali -Singapur -Bangkok fanden wir die perfekten letzten Flüge auf unserer Reise. Gestern haben wir den erste Strecke bereits absolviert und sind sicher in Bali gelandet.

Vulkan Gunung Agung in Wolken

Vulkan Gunung Agung in Wolken

Nun sind wir zwar früher als erwartet in Bali, aber nicht weniger happy hier zu sein. Wir haben für heute die perfekte Unterkunft, welche wir sicherlich nochmals aufsuchen werden, da sie für uns die Visa-Verlängerng machen (“pssst”) und es auch sonst einfach perfekt ist. Morgen fahren wir an die Ostküste und absolvieren in den nächsten drei Tagen unseren Open Water Padi Kurs.

 

Genug geschrieben. An Alle die immer noch unseren Blog lesen, vielen Dank dafür, wir überprüfen die Besucherrate regelmässig und freuen uns immer riesig. Wir melden uns wieder in kürzeren Abständen. Versprochen!

Happy Blogging in Bali :)

Happy Blogging in Bali :)