Die Seele ernährt sich von dem, woran sie sich erfreut.

Posted by in Laos

Ganz nach Augustinus Aurelius ernähren wir uns wohl ganz gut in den letzten Monaten. Wir können gar nicht sagen wie froh wir sind, dass wir diese Reise angetreten haben. Es ist nicht nur, in der Wärme zu sitzen oder nicht arbeiten zu müssen. Vielmehr ist es das schlichte Sein, hier und jetzt, die vielen Eindrücke, Geschmäcker und Gefühle, die wir empfinden. Wenn wir nicht gerade Reisen und wie jetzt zum Beispiel umgeben vom Dschungel einen Moment darüber nachdenken, wo wir sind und was wir tun, müssen wir es einfach sagen: Unsere Seelen sind gut ernährt! Wir sind dankbar um jeden Moment, den wir in den verschiedenen Ländern, mit den verschiedenen Menschen, die wir kennen lernen, verbringen dürfen.

Wir sind seit dem letzten Blogpost von Hanoi nach Luang Prabang, Laos, geflogen. Wir haben unzählige Horror-Storys über die Busfahrt von Hanoi nach Luang Prabang gehört – 24h Stunden mit Preis-Nachverhandlungen im nowhere  – fiel uns die Entscheidung zugunsten des einstündigen Fluges nicht schwer. In Luang Prabang angekommen mussten wir zuerst von unserem Flugzeug über das Flughafengelände zum Terminal laufen. Dort angekommen waren wir etwas in Sorge wegen dem Visa für Laos. Wir wussten, dass das Visum ca. 30 Dollar pro Person kosten würde, hatten aber nur noch 57 Dollar in unseren Taschen. Am ersten Schalter angekommen, gaben wir unsere Pässe ab und wurden zum zweiten Schalter gelotst. Als wir dem Beamten mitteilten, dass wir zu wenig Geld für das Visum hätten, meinte er nur „ATM outside of the building“.  Wir waren doch etwas erstaunt darüber, dass sie uns sozusagen ins Land liessen ohne gültiges Visa, um Geld abzuheben.  Also kurz rein ins Land, Geld abheben und wieder zurück zum Visa Schalter und den benötigten Betrag bezahlt. Kurz darauf unser Gepäck entgegen genommen, um von unserem freundlichen Guesthouse Besitzer am Flughafen Ausgang begrüsst zu werden.

Die ersten drei Nächte verbrachten wir einem Guesthouse in Luang Prabang. Luang Prabang gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird „die Perle Südostasiens“ genannt. Ja, es ist schlichtweg eine Perle! Eingebettet zwischen Mekong und Nam Khan besteht die klein Halbinsel aus 33 Tempeln und vielen französischen Kolonialbauten.

Halle für den Pha Bang-Buddha in der Königlichen Residenz

Halle für den Pha Bang-Buddha in der Königlichen Residenz

Fenster zum Himmel

Fenster zum Himmel

old_woman

Jeder Winkel der Stadt lädt zum Fotografieren ein und jeder Laote begrüsst einen mit einem lachenden „Sabaidee“ (Hallo). Es ist ruhig und gemütlich in der Stadt. Es lässt sich zwischen kleinen Boutiquen, französischen Cafés und dem Nachtmarkt herumschlendern oder einfach dem Treiben am Mekong mit dem besten Bier Südostasiens geniessen.

Bestes Bier mit bester Aussicht

Bestes Bier mit bester Aussicht

Lebensader Mekong

Lebensader Mekong

Dadurch das Laos einige Zeit unter französischer Herrschaft stand, gibt es hier das beste Baguette und  das beste Pain au Chocolat. Einfach nur lecker!

Baguette!

Baguette!

Für den Sonnenuntergang ist es Pflicht an einer der unzähligen Bars am Mekong an einem Drink zu schlürfen und zuzuschauen wie die Sonne langsam über dem Mekong untergeht und diesen golden färbt. Ich bearbeite ja gerne meine Fotos etwas, um Belichtung und Farbkorrekturen vorzunehmen, aber folgendes Foto ist NICHT bearbeitet!

Golden Mekong

Golden Mekong

Unsere Unterkunft lag auf der anderen Seiten des „Nam Khan“ und so hatten wir die Freude und das Erlebnis die Bamboo-Bridge jedes Mal überqueren zu dürfen.  Für die Überquerung muss jeden Tag 50 Rappen bezahlt werden, da die Brücke in der Regenzeit vom reissenden Strom zerstört wird und die Stadt die Brücke jedes Jahr von neuem aufbauen muss.

Bamboo-Bridge

Bamboo-Bridge

Am zweiten Tag besuchten wir die „Rice Experience“. Nachdem wir nun sicher schon an tausenden von Reisfeldern vorbeigefahren waren, mussten wir einfach erfahren wie Reis angebaut wird. Wir lernten auf den Feldern von „Living Lands“ alle 14 Schritte des Reisanbaus. Von der Auswahl der richtigen Reissamen, über das Pflügen mit Wasserbüffeln, bis zum Einpflanzen, der Ernte und Weiterverarbeiten des Reises. Uns hat besonders der Teil mit dem Wasserbüffel gefallen. Sie nennen den Büffel liebevoll „Suzuki“, da er die Power japanischer Motoren hervorbringt.  Wir haben Suzuki ganz fest in unser Herz geschlossen.

Suzuki Power

Suzuki Power

Reis pfanzen

Reis setzen

Wir haben diesen halben Tag sehr genossen und konnten zu guter Letzt, verschiedene Reisgerichte und zum Glück wiedermal Reisschnaps probieren, ist ja bereits eine Weile her seit unserem Reisschnaps-Abend in Hoi An.

Im Moment sind wir 30 Kilometer nördlich von Luang Prabang im Nirgendwo. Wir haben hier eine tolle, aber etwas kostspieligere Unterkunft gefunden, wo wir die Natur, die Menschen aus dem kleinen Dorf nebenan und vor allem die Ruhe so richtig geniessen können.

Nam Ou Riverside Hotel

Nam Ou Riverside Hotel

rene_pool