Angkor Whaaat?!

Posted by in Kambodscha

Nach den schönen Tagen in der Hauptstadt Kambodschas, ging es für uns weiter nach Siem Reap. Wir hatten viel über die Stadt und das UNESCO Welterbe Angkor Wat gehört und freuten uns sehr darauf. Um 7:30 Uhr wurden wir in unserem Hotel abgeholt und fuhren mit der neuen Busgesellschaft Giant Ibis für 15 Doller in Richtung Osten. Wir waren erstaunt, in welch gutem Zustand der Bus war. Sogar einen Flatscreen mit Blockbuster wie “Lucy” oder “Captain America” oder Wifi, wenn es denn funktioniert hätte, unterhielten uns die geplanten 6 Stunden. Mit Betonung auf “geplanten”! Wir wussten bereits, dass die Fahrt etwas länger dauern würde, da die Strasse nach Siem Reap noch nicht fertig gestellt war. So verbrachten wir die ersten 3 Stunden damit wie auf einem Rodeo-Pferd durchgeschüttelt zu werden. Wir sassen ja auch auf dem Hinterrad. Einen Vorteil hatte dieser Platz aber. Ich sah nach der ersten Pause als Erste, dass unser Fahrer eben dieses Hinterrad immer wieder genauer inspizierte. Da er aber nach kurzer Zeit einstieg und weiterfuhr, dachte ich mir nichts dabei… Bis wir einige Meter weiter auf einem Platz anhielten. Ich sah durch das Fenster zwei Männer mit Öl verschmierten Kleidern und einen Stromgenerator – der Fall war klar, wir waren bei einer Garage angekommen. Vom Logenplatz oberhalb des hinteren Rades erkannte ich, dass wir einen Platten hatten. Nach einigen missglückten Versuchen die Löcher im Reifen mit Zeitungspapier zu stopfen, wurde der Reife gewechselt und nach ca. 30 Minuten hielt uns nichts mehr davon ab Siem Reap mit 1.5 Stunden Verspätung zu erreichen.

pneu

Wir waren geschafft und müde. Umso grösser war die Freude, als ein junger TukTuk-Fahrer mit meinem Namen auf einem Schild an der Busstation stand. Unser Hostel hatte uns ein Fahrer geschickt, der die vollen 1,5 Stunden gewartet hatte. Wir waren froh, denn wir hatten beide keine Lust um den Preis verhandeln zu müssen oder dem Fahrer den Weg zu erklären (den wir übrigens selbst nicht kannten).

Nachdem wir den letzten Tag nur im Bus gesessen waren, entschieden wir uns am nächsten Tag Velos zu mieten und auf eigene Faust die Tempel von Angkor zu besichtigen. Unser Hostel stellte uns gratis zwei in die Jahre gekommene City Bikes zur Verfügung und Google Maps zeigte uns den Weg. Nach ca. 30 Minuten gelangten wir zum Eingangsbereich, wo wir uns zwei 3-Tagespässe für 40 Doller pro Person kauften. Ein Tagesticket kostet 20 Doller pro Person und da man in einem Tag nicht einmal die Hälfte aller Tempel sieht entschlossen wir uns für den 3-Tagespass. Nach einem kurzen Gespräch mit einem TukTuk Fahrer, der uns riet die kleine Tour heute mit dem Velo zu machen und die grosse Tour Morgen mit ihm – was wir dankend ablehnten – ging es an wunderschöne Baumalleen vorbei an den künstlichen Seen und von Tempel zu Tempel. Von den ersten Tempeln aus dem 11 Jahrhundert ging es zeitlich chronologisch voran und die Tempelanlagen wurden zusehend grösser und beeindruckender. Man kann sich die Dimensionen gar nicht vorstellen. Wir haben bei der kleinen Tour etwa 30 Kilometer gemacht mit Hin- und Rückfahrt. Leider – wie bei jeder Touristenattraktion – gibt es zu viele Touristen, welche schlichtweg nicht den nötigen Respekt aufbringen können. Naja egal. Wir wollen euch hier aber die tollen Seiten von Angkor Wat vorstellen und können es jedem nur empfehlen. Seht selbst:

 

Tor nach Angkor Thom

Tor nach Angkor Thom

Kleines Volk die Khmer ;)

Kleines Volk die Khmer ;)

back-of-nature

Angkor Wat Sunset

Angkor Wat Sunset

Tree of Life

Tree of Life

Tree of life und René ;)

Tree of life und René ;)

Siem Reap: Tor zu Angkor Wat

Die Stadt, sieben Kilometer vor Angkor Wat, hat wohl den grössten Tourismusboom in Kambodscha hinter sich. Wir waren überrascht und auch etwas schockiert wie touristisch es hier zuging. So gibt es neben allen schönen Bars, leckeren Restaurants die “Pub Street”. Jedem das seine, aber die “Pub Street” erinnerte uns eher an Mallorca als an Kambodscha. Wer sich aber die Mühe macht und die Seitengassen durchquert der findet unglaublich tolle und kreative Bars und Restaurants.  Wir möchten hier kurz ein paar Vorstellen für diejenigen, welche sich mal in Siem Reap verirren ;)

Restaurants:

Haven

Das Haven liegt gegenüber der Pubstreet und bietet benachteiligten Jugendlichen, die Möglichkeit im Gastgewerbe zu arbeiten. Das Trinkgeld jedes Auszubildenden wird während den drei Jahren der Ausbildung gesammelt und erst ausbezahlt, wenn sie die Ausbildung abgeschlossen haben. Geführt wird das Restaurant von einem Schweizer Paar. So gibt es neben leckeren Khmer Food wie Amok Curry mit Fisch oder Luk Lak Beef auch Züri Gschnätzelts und den wohl besten lauwarmen, halbflüssigen Schoggi-Kueche in Kambodscha :)

Genevivs

Das Genevives liegt etwa 50 Meter hinter dem Haven und hat ein Australier zu ehren seiner verstorbenen Frau gegründet. Auch dieses Lokal besitzt einen sozialen Hintergrund. So sind hier alle Angestellten benachteiligte Locals. Hier gibt es das beste Luk Lak Beef mit Tamarindensauce!

LukLak

Bars:

Asana

Asana liegt in einer kleinen Seitengasse der Pub-Street und ist im einzigen und letzten verbliebenden Holzhaus im Zentrum von Siem Reap untergebracht. Eine kleine Oase mitten im Trubel, wo es sich auf Liegeschaukeln gemütlich Cocktail schlürfen lässt.

Siem Reap hat uns sehr gut gefallen. Vor Allem müssen wir hier einfach nochmals erwähnen, dass die Menschen hier so unglaublich nett und zuvorkommend sind. Das Beste an Kambodscha ist und bleibt mit Abstand die Menschen!

Wir sind in der Zwischenzeit mit dem Bus – ja es lief wieder Captain America und Lucy – zurück in Phnom Penh und verbringen hier Weihnachten.

Wir wünschen euch allen Frohe Festtage!

happy_christmas